Tunnelvision für 70 Millionen Euro
Politiker brauchen Visionen”, ist Rüdiger Liebold von der Bürgerfraktion überzeugt. Deshalb wirbt er jetzt für ein Projekt, das auf den ersten Blick wie ein Traum erscheint. Liebold will auf Neustädter Elbseite einen Tunnel, in dem die Große Meißner Straße und die Köpckestraße verschwinden. Nur die Straßenbahnen sollen künftig noch zwischen der Antonstraße und dem Carolaplatz ebenerdig fahren dürfen, dazu Anlieferer. Die Umsetzung dieser Vision könnte dazu führen, dass auch auf Neustädter Seite historische Bauten wiederentstehen, meint die Bürgerfraktion und weiß die „Gesellschaft Historischer Neumarkt“ hinter sich. Die Idee soll nach der Kommunalwahl im Stadtentwicklungsausschuss diskutiert werden, meint Liebold. Ziel sei es, einen Auftrag an die Oberbürgermeisterin auf den Weg zu bringen, der die Prüfung der Tunnelvision zum Ziel hat. Liebold hat seine Idee bereits im Ortsbeirat Neustadt vorgestellt. Dort fand der Prüfauftrag allerdings keine Gnade. Die Ortsbeiräte wünschen sich eine Maximalvariante, bei der der Verkehr ganz aus der Achse zwischen dem Wirtschaftsministerium und der „Leipziger2 verschwindet. Nun trommelt Liebold öffentlich für den Prüfauftrag. Den Händlern nütze die Tunnelvariante sicher, mehr Touristen würden auch über die Elbe gelockt, „wenn wir das nicht prüfen, vergeben wir uns was“, ist er überzeugt. In 15 bis 20 Jahren könnte das Projekt umgesetzt werden, schätzt der Kommunalpolitiker. Nur über Geld redet Liebold im Zusammenhang mit seiner Vision nicht so gern. Die Kosten seien schließlich auch Sache des Prüfauftrags, argumentierte er im Ortsbeirat, ließ sich aber dennoch eine Zahl entlocken: 70 Millionen Euro.
C. Springer
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 3. Juni 2009














grüße von steffen eitner!
habe ich es richtig verstanden, daß es in der ddr pläne für den tunnel gab? ich kam ebenfalls im jahr 2008 auf die idee, also kann sie ja nicht so schlecht sein.
http://www.steffen-eitner.homepage.t-online.de/archtekt.htm#nmt
leider habe ich vorher nie etwas darüber gehört.…
steffen eitner