Bürgeriniatitive für Bauen mit Vision am Neustädter Markt Dresden

Historischer Stadtplan vom Neustädter Markt

Mrz 23, 10 Historischer Stadtplan vom Neustädter Markt

Seit heute gibt es einen neuen Stadt­plan zum his­to­ri­schen Neu­städ­ter Markt. 3000 druck­fri­sche Falt­pläne lie­gen im Pavil­lon des Ver­eins am Pir­nai­schen Platz zum Ver­kauf bereit. „Es gibt schon seit 2001 einen Stadt­plan des alten Neu­mark­tes. Die­sen wollte ich um die Innere Neu­stadt ergän­zen“, sagte Andreas Hum­mel bei der Vor­stel­lung des Plans.

Der Archi­tekt hatte als Fan his­to­ri­scher Bau­kunst die Idee, den Dresd­nern ihren Neu­städ­ter Markt so zu zei­gen, wie er vor dem Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges ein­mal aus­ge­se­hen hat.

Zwei Jahre lang haben der 40-Jährige und vier Kol­le­gen an dem Pro­jekt gear­bei­tet. Nach einem Luft­foto und Grund­ris­sen des Katas­ter­am­tes zeich­nete Hum­mel zunächst per Hand den alten Grund­riss des Gebie­tes. Am Com­pu­ter wur­den noch beste­hende Gebäude rot her­vor­ge­ho­ben. Die mar­kan­tes­ten davon sind auf Fotos rund um die Luft­an­sicht zu sehen und auf der Rück­seite in kur­zen Tex­ten beschrieben.

Für ihre Arbeit nutz­ten die Archi­tek­ten For­schungs­er­geb­nisse des Kunst­his­to­ri­kers Ste­fan Hert­zig. Gewer­be­trei­bende rund um den Neu­städ­ter Markt und die New Yor­ker Ver­ei­ni­gung „Fri­ends of Dres­den“ finan­zier­ten das Projekt.

Laut Hum­mel zeigt die Karte, wie klein­tei­lig die Bebau­ung damals war. Gleich­zei­tig seien baro­cke Ach­sen wie die König­straße zu sehen, die erst nach dem Stadt­brand von 1685 ent­ste­hen konn­ten. „Wir möch­ten, dass sich die Men­schen vor­stel­len, wie schön es damals war, in Rich­tung Elbe zu fla­nie­ren. Durch die sechs­spu­rige Große Meiß­ner Straße ist das nun nicht mehr so ange­nehm“, sagte der 40-Jährige.

Heute lädt der Ver­ein um 19 Uhr zu einem Vor­trag über den his­to­ri­schen Neu­städ­ter Markt in den Fest­saal des Stadt­mu­se­ums ein. Ste­fan Hert­zig wird dort über seine For­schungs­er­geb­nisse berich­ten. Der Stadt­plan kos­tet dann nur fünf statt sonst 7,50 Euro.

Marita Lau

Quelle: Säch­si­sche Zei­tung vom 23. März 2010

4 Kommentare

  1. Rudolf Sasse /

    Tolle Sache,
    der Neu­städ­ti­sche Markt könnte das zweite Dresd­ner Kleinod nach dem Neu­markt wer­den. Die Öffnung des Plat­zes zur Elbe ist ein­fach ein­zig­ar­tig! Ich wün­sche viel Erfolg bei Ihren Plä­nen. Gehen Sie noch mehr in die Öffent­lich­keit!
    Viele Grüße
    R.S.

  2. Nestler Mario /

    Ein schö­nen Gruß

    Kann man eine Stadt­plan noch bestellen?

    Hier meine Adresse

    Mario Nest­ler

    Moritz­straße 9

    09111 Chem­nitz

  3. Martin /

    Dres­den ist in Deutsch­land die Herz­kam­mer des enga­gier­ten Bür­ger­tums. Man sollte hier eine völ­lige Neu­ge­stal­tung ange­hen und auf klein­tei­lige Bebau­ung set­zen die von Bür­gern, Bau­ge­mein­schaf­ten und Pri­vat­in­ves­to­ren finan­ziert wird. Gelingt das ähnlich wie beim Neu­markt, hat man den Stein der Wei­sen gefun­den: Näm­lich wie man mit pri­va­tem Risiko und Enga­ge­ment tot­ge­plante Stadt­räume, Ver­kehrs­wüs­ten und sozia­lis­ti­sche Beton­bun­ker beräumt und mit men­schen­ge­rech­ter Bebau­ung ersetzt die über viele Jahr­zehnte über­dau­ern wird.

  4. Jan Voß /

    Weiß jemand, ob es gebaut wird. Ich bin froh, das sich Dres­den nicht so ver­schan­del lässt, wie Ber­lin, wo sich alle Archi­tek­ten aus­ge­tobt haben. Wo nicht mal mehr die Ber­li­ner Mitte ordent­lich und so gut wie mög­lich erhal­ten blieb

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