Bürgeriniatitive für Bauen mit Vision am Neustädter Markt Dresden

Pressemitteilung zur Inneren Neustadt

Mrz 01, 10 Pressemitteilung zur Inneren Neustadt

Die Gesell­schaft His­to­ri­scher Neu­markt (GHND) stellt die Alter­na­tiv­ent­würfe des deut­schen Inves­tors vor, wel­cher eben­falls das Bauareal Hein­rich­straße / Ober­gra­ben bei gleich­zei­ti­ger Öffnung der Hein­rich­straße zur Haupt­straße schnellst­mög­lich ent­wi­ckeln würde.

Die Unter­schiede zwi­schen die­sem Ent­wurf und dem von Kne­rer & Lang lie­gen klar auf der Hand: hier ori­en­tie­ren sich die Neu­bau­ten in ihrer moder­nen Form am Barock­vier­tel und wert­schät­zen es dadurch. Die wesent­li­chen Stich­punkte sind: Aus­bil­dung der his­to­ri­schen Klein­tei­lig­keit durch drei unter­schied­li­che Fas­sa­den­ge­stal­tun­gen, die sich in Höhe und Form unter­schei­den, ver­ti­kale, gerahmte Fens­ter­for­mate, die der Fas­sade Halt und Ruhe geben, und die Aus­bil­dung von Steil­dä­chern, wel­che den Ein­bau von attrak­ti­ven Gau­ben im Wohn­raum ermög­li­chen. In der Funk­tio­na­li­tät und dar­aus fol­gernd auch in der Wirt­schaft­lich­keit ist die­ser Ent­wurf dem Plattenbau-Entwurf von Kne­rer & Lang eben­bür­tig wenn nicht sogar weit über­le­gen. Es braucht kei­nes Plat­ten­bau­ent­wurfs, um in der Erd­ge­schoss­zone funk­tio­nale Schau­fens­ter­fron­ten aus­zu­bil­den, es braucht kei­ner über­brei­ten Fens­ter­for­mate, um hin­ter die­sen Log­gien zu ent­wi­ckeln – zwei klei­nere Fens­ter brin­gen genau­so­viel Son­nen­licht. Wo keine Sonne scheint, nutzt aber auch kein Fens­ter! In die­sem Ent­wurf wer­den zusätz­li­che Bal­kone im Hof­be­reich ent­wi­ckelt, wo zuvor durch die Steil­dä­cher und die dif­fe­ren­zierte Klein­tei­lig­keit attrak­tive Struk­tu­ren ent­wi­ckelt wor­den sind – nach Wes­ten kann dort die Abend­sonne genos­sen wer­den. Es braucht kei­nes Flach­da­ches, wenn durch die Aus­bil­dung eines Dach­ge­schos­ses, poten­ti­elle Dach­ge­schoss­woh­nun­gen attrak­ti­ver zu ver­mark­ten sind – der Raum­ver­lust ist mini­mal, die Geschoss­zahl bleibt gleich. Die lang­fris­tige Wirt­schaft­lich­keit bleibt durch die klein­tei­lige und dif­fe­ren­zierte Gestal­tung gesi­chert, da diese Garant für eine fle­xi­ble und hete­ro­gene Nut­zung – jen­seits der finan­zi­el­len Mit­tel eines Groß­in­ves­tors – ist.

Modern ist nicht gleich modern. Die Unter­schiede in den Ent­wür­fen lie­gen nicht in der Funk­tio­na­li­tät, sie lie­gen in dem Respekt und in der Ach­tung des his­to­ri­schen Barock­vier­tels, wel­ches direkt anschließt. Moderne muss nicht häss­lich sein!

Die GHND plä­diert für einen wesent­lich wei­ter gefass­ten Moder­ni­täts­be­griff in der Archi­tek­tur. Eine Archi­tek­tur, die sich nicht der His­to­rie und dem bau­li­chen Umfeld des Ortes ver­pflich­tet fühlt, ist nicht modern. Es ist nicht modern, Ras­ter­fas­sa­den auf unter­schied­li­chen Kis­ten und Kuben mit Flach­dach­ab­schlüs­sen will­kür­lich und über­all in der Stadt zu plazieren.

Der Vor­stand

1 Kommentar

  1. Donel Hansjürgen /

    Frank­reich, Polen und Ita­lien bau­ten nach dem Kriege ihre zer­stör­ten Städte vor­bild­lich wie­der auf. Beton­köpfe in Deutsch­land hin­ge­gen haben immer noch nicht aus den Feh­lern ihres Wie­der­auf­baus der 60iger und 70iger Jahre gelernt. Gebt ihnen keine Chance, dass sie diese Feh­ler am Neu­markt wie­der­ho­len kön­nen! Ich drü­cke Ihnen die Dau­men, dass Sie Ihr wun­der­ba­res Kon­zept für die Rekon­struk­tion des Neu­städ­ter Mark­tes in alt­be­währ­ter Weise umset­zen wer­den.
    MfG

    Hans­jür­gen Donel

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