Bürgeriniatitive für Bauen mit Vision am Neustädter Markt Dresden

Dresdner Debatte neigt sich ihrem Ende zu

Okt 12, 11 Dresdner Debatte neigt sich ihrem Ende zu

Die seit dem 17. Sep­tem­ber lau­fende, zweite Dresd­ner Debatte neigt sich ihrem Ende zum.

Bis zum 14. Okto­ber kön­nen inter­es­sierte Bür­ger noch an der Dis­kus­sion rund um die wei­tere Ent­wick­lung der Inne­ren Neu­stadt teil­neh­men. Als Anlauf­stel­len für Infor­ma­tion und Dis­kus­sion ste­hen die Online-Plattform www.dresdner-debatte.de sowie die Info­box des Stadt­pla­nungs­am­tes auf dem Neu­städ­ter Markt zur Verfügung.

Hin­ge­wie­sen sei an die­ser Stelle auch auf das Doku­men­ta­ti­ons­ma­te­rial, das die Lan­des­haupt­stadt Dres­den im Rah­men der Debatte zur Ver­fü­gung stellt und das zu fol­gen­den The­men­schwer­punk­ten im PDF-Format her­un­ter­ge­la­den wer­den kann:

1 Kommentar

  1. Geschmack – was wir in den letz­ten 1000 Jah­ren hat­ten oder nicht! Ein Vor­trag von Von Diet­mar Lex

    Vor­aus­schi­cken möchte ich, daß ich fast die halbe Welt bereist habe, ich habe die Oper in Syd­ney gese­hen, war auf der obers­ten Etage des Sears-Towers in Chi­cago oder auf dem auf­ge­stän­der­ten Kreuz­fahrt­schiff des “Marina Bay Sands” in Sin­ga­pur. Alles Merk­male einer beein­dru­cken­den Archi­tek­tur, aber für Europa, geschweige denn für Deutsch­land oder gar Dres­den nicht geeig­net. Wir haben bei uns weder die städ­ti­schen Dimen­sio­nen oder Infra­struk­tu­ren für sol­che gigan­ti­schen Bau­pro­jekte noch haben wir Kul­tur dafür. Und wenn einige Inves­to­ren, Rats­her­ren oder –frauen den­noch der Mei­nung sind, in deut­sche Städte gehöre “Inno­va­tion”, dann wird diese häu­fig und lei­der mit ent­waff­nen­der Schlicht­heit und mit völ­lig feh­len­dem Proportions-Sachverstand aus­ge­führt.
    Das Ergeb­nis ist dann Frank­furt am Main! An berü­cken­der Scheuß­lich­keit nicht zu über­bie­ten.
    Warum sage ich das? Weil ich die halbe Welt gezeich­net habe. Ich habe Kunst stu­diert. Ich habe sehr genau hin­ge­se­hen! Und so sind in den letz­ten dreis­sig Jah­ren Rei­se­ta­ge­bü­cher ent­stan­den, die etwa 1800 Zeich­nun­gen, vor Ort aus­ge­führt und anschlie­ßend säu­ber­lich kata­lo­gi­siert mein Archiv zu einem uner­schöpf­li­chen Nach­schla­ge­werk machen. Und — ich sage es auch, weil ich Spen­der für den Wie­der­auf­bau der Frau­en­kir­che war und noch bin! Und, zu guter Letzt, weil in mei­ner Hei­mat­stadt Han­no­ver (zu 90 % auch kaputt) nach dem Krieg eine zweite Zer­stö­rungs­welle über die Stadt rollte, die der neuen Bauinnovation. —

    Was ist das über­haupt, Geschmack? Ist es das sen­si­ble Emp­fin­den auf der Zunge zwi­schen bei­spiels­weise Blu­men­kohl oder Stan­gen­spar­gel? Oder ist es der Unter­schied zwi­schen Pils-Bier und Oran­gen­saft? Womög­lich das ange­nehme Gefühl der eige­nen Sicher­heit im Auf­tre­ten, wenn wir einen Sei­den­schal oder eine karierte Hose tragen?

    Geschmack ist ein Begriff, der für jeden Men­schen etwas ande­res bedeu­tet. Man hat ihn eben! So ist zumin­dest die sub­jek­tive Mei­nung, wenn man seine Woh­nung ein­rich­tet oder sei­nen Haus­ein­gang mit Blu­men­bee­ten schmückt.

    Wie ist es aber nun mit dem objek­ti­ven Wir­kungs­kri­te­rium? Wir wol­len ein­mal unter­su­chen, warum sich die Men­schen so sehr von die­sem Syn­onym berührt fühlen.

    Bli­cken wir in den Jahr­hun­der­ten zurück, erken­nen wir, daß sich der Geschmack mit der Zeit ver­än­dert hat, wir spre­chen hier vom „Zeit­ge­schmack“. Zu Zei­ten Fried­richs II. gab es opu­lente Gar­de­robe, aus­ge­las­sene Flö­ten­kon­zerte, strenge, nach gra­fi­schen Vor­ga­ben geord­nete Gär­ten oder schwung­volle Häu­ser­gie­bel. Noch frü­her, etwa im Mit­tel­al­ter, pflegte die Rit­ter­schaft neben Tur­nier­spie­len in metal­le­nen Rüs­tun­gen zu Pferde nicht sel­ten auf ihren Bur­gen aus­ufernde Ver­zehr­ge­lage. Erin­nern wir uns an Cäsar, fal­len uns zuerst die Toga und die Römer­san­da­len als Aus­druck des dama­li­gen Zeit­ge­schmacks ein.

    Die sozu­sa­gen all­ge­mein gül­tige Lebens­form hing auch in den zurück­lie­gen­den Jahr­hun­der­ten schon immer von den Gesell­schafts­sys­te­men ab, die auch – genau wie heute — von Poli­tik und Kir­che, von Kunst und Kul­tur, Wis­sen­schaft und For­schungs­drang beglei­tet wurden.

    Eines ist bis heute gleich geblie­ben: Die Defi­ni­tion von Geschmack und des Wor­tes Anwen­dung: Wenn man ihn nicht hatte oder hat, meinte oder meint man meist die ande­ren. Kei­nes­falls aber sich selbst. Hier taucht nun ein ande­rer Begriff auf: „Mode“.

    Es war „Mode“, sich mit bestimm­ter Gar­do­robe zu klei­den und dem Rei­ni­gungs­be­darf nicht etwa durch Wäsche, son­dern durch zusätz­li­ches Puder­auf­tra­gen zu begeg­nen. Häu­fig sprach man vom letz­ten Schrei oder – in jüngs­ter Zeit – von einer „völ­lig neuen Inno­va­tion.“ Es gab Attri­bute wie fürst­lich, gedie­gen, adrett, schrill, gepflegt, akku­rat, reich, abge­ris­sen u. v. m. Es war aber immer eines: Geschmack­los, zumin­dest bei den ande­ren. Als Cas­par David Fried­rich z. B. seine von roman­ti­schen Gefühls­wel­ten gepräg­ten Bil­der erst­mals vor­stellte, gab es sei­tens eines Goe­the oder eines Schin­kel herbe Kri­tik: „Nichts klas­sisch Rich­ti­ges, geschmack­lose Gefühls­du­se­lei!“ Heute wis­sen wir, daß diese har­schen Worte damals eine Geschmack­lo­sig­keit waren.

    Jetzt wol­len wir von der heu­ti­gen Zeit spre­chen, weil jeder ein­zelne von uns Men­schen sich so rich­tig selbst mit dem Begriff iden­ti­fi­zie­ren kann, weil er von einem ganz per­sön­li­chen Gefühl berührt wird. Was das Wort bedeu­tet, weiß jeder, was es aber kon­kret ist, dar­über strei­tet man bekannt­lich. Wenn also ein Fern­seh­mo­de­ra­tor im schwar­zen Anzug auf­tritt und dazu weiße Turn­schuhe trägt, fin­den wir das bes­ten­falls amü­sant oder wer­ten es als Pro­vo­ka­tion. Wenn diese Klei­der­ord­nung dann noch auf dem pri­va­ten Jubi­lä­ums­ball Schule macht, ist unsere tra­di­tio­nelle Reak­tion so klar wie ein­fach: „Nun schau dir den mal, an, wie der aus­sieht. Der lei­det offen­bar an Geschmacks­ver­ir­rung!“ Unter­su­chen wir aber die­ses Phä­no­men genauer, dann stel­len wir über­all ver­meint­li­che Ent­glei­sun­gen fest: Die Kon­fek­ti­ons­grö­ßen etwa oder die Farbe der Klei­der in Abhän­gig­keit zum Mate­rial oder zur Ober­weite, oder – häu­fig bei den Her­ren – das Sakko, und zwar das Ver­hält­nis Kauf­da­tum, also Alter, zur Bauch­größe. Auch die Schla­ger­texte, die auf die­sen Ver­an­stal­tun­gen, auf denen man die fal­sche Gar­de­robe trägt, vor­kom­men, fin­den nicht immer ein unge­teil­tes Echo, zumal sie sich in moder­ner Zeit auch häu­fig der Fäkal­spra­che bedienen.

    Über­wie­gend posi­tiv wird selt­sa­mer­weise bei Woh­nungs­ein­rich­tun­gen argu­men­tiert: Kaum steht ein Blu­men­strauß auf dem Tisch und viel­leicht noch ein Ser­vier­wa­gen mit Grappa dabei, sind die Räum­lich­kei­ten „aber geschmack­voll ein­ge­rich­tet“. Na ja, das Bild dort an der Wand über dem Sofa, viel­leicht sollte es anders herum hän­gen, also man ist sich nicht so sicher, ob das teure Gemälde nicht doch aus Ver­se­hen mit der Rück­seite nach vorn auf­ge­hängt wurde, aber „so sehr ver­steht man auch nichts von Kunst, und außer­dem ist’s doch ganz deko­ra­tiv!“ Jetzt haben wir es plötz­lich mit einem Begriff zu tun, den es in ande­ren Spra­chen als der deut­schen gar nicht gibt, sozu­sa­gen ein Zweig­be­griff des Geschmacks: „Gemütlichkeit“.

    Form­ge­fühl, Kunst­ver­stand, ästhe­ti­sches Emp­fin­den, Far­ben­sinn, Urteils­kraft, Lebens­art, Ken­ner­schaft, Kul­tur oder Mode­be­wußt­sein, Har­mo­nie­sinn und Ele­ganz, diese Begriffe haben das Geschmack­sphä­no­men in allen Zei­ten zu erklä­ren ver­sucht, aber eben immer nur bei den ande­ren. Man denke bei­spiels­weise an das berühmte Stra­ßen­café auf der Fla­nier­meile im Urlaub. Es hat schon einen Grund, daß die Café­haus­ti­sche und deren Stühle in einer ganz bestimm­ten Rich­tung auf­ge­reiht sind und man sich, wenn dies nicht der Fall ist, die Situa­tion ent­spre­chend selbst zurecht­rückt. Oder, auf der ande­ren Seite der Bühne, man stän­dig hin und her­geht, ohne ein kon­kre­tes Ziel. Beliebte Schau­plätze für die Geschmack­lo­sig­keit ande­rer sind auch das Opern­foyer, vor­zugs­weise auf Pre­mie­ren, Ver­nis­sa­gen oder soge­nannte gesell­schaft­li­che Emp­fänge. Ein Tum­mel­platz für Bou­le­vard­jour­na­lis­ten, die genau hier ihre Urteils­kraft über andere so rich­tig aus­kos­ten. Allent­hal­ben ist es immer das­selbe, näm­lich das Unwohl­sein des Ein­zel­nen und des­sen Wir­kung auf die Gesamt­heit. Aus die­sem Phä­no­men der eige­nen Unsi­cher­heit ent­wi­ckelt sich aber nicht sel­ten die ganze Schlag­kraft der mensch­li­chen Krea­ti­vi­tät und der sozia­len Inte­gra­tion: Man tut es für andere. Oder man fragt sie. Die Zustim­mung derer wird natür­lich ins­ge­heim vor­aus­ge­setzt. Und wenn dies – wider Erwar­ten – nicht der Fall ist, was dann? Ist eine uner­war­tete Stel­lung­nahme die zwar befürch­tete, aber nicht so unbe­dingt erwünschte Ehr­lich­keit des Kri­ti­kers oder emp­fin­det man es doch als Belei­di­gung? Ein Ver­riß in der Presse, mußte das denn wirk­lich sein?

    Wir sind nun ange­langt beim eige­nen Umgang mit dem Geschmack! Hier gibt es noch Nach­hol­be­darf beim Ler­nen. Sowohl bei der pas­si­ven Kri­tik­fä­hig­keit als auch bei der Geschmacks­bil­dung. Bei­des ist durch­aus erlern­bar. Vor­aus­set­zung für den Erwerb die­ser Kennt­nisse ist zunächst, daß man sich bei der Her­vor­brin­gung eines neuen Sach­ver­hal­tes über­haupt die Mühe macht, ästhe­ti­sche Gedan­ken anzu­wen­den. In dem man sich z. B. auf einige Grund­ge­setze der For­men– und Far­ben­lehre beruft. In dem man lernt, das Prin­zip des Gol­de­nen Schnit­tes zu berück­sich­ti­gen und in dem man ver­steht, wie Kom­ple­men­tär­far­ben im Ver­gleich zu Nach­bar­far­ben wir­ken. Werk­stoff und Beschaf­fen­heit spie­len genauso eine Rolle wie das Umfeld. Das Wis­sen von ästhe­ti­schen Geset­zen ist oft hilf­reich. In der Musik bedient man sich z. B. der Har­mo­nie­lehre und der Ton­ar­ten. Nun haben aber wie­der Leute wie z. B. John Cage oder Mar­cel Duchamp die Gesetze der Farb– und Akkord­har­mo­nie gera­dezu aus den Angeln geho­ben. Wie unter­schei­den sich Begriffe wie z. B. „abs­trakt“ und „schlecht“? Ist etwas, das unge­wohnt ist, gleich­sam nicht gelun­gen? Ist ein Kunst­werk, das abs­trakt ist, leich­ter zu bewer­ten, also hat es auch leich­ter die Note „schlecht“ verdient?

    Wich­tig scheint, daß der selbst­si­chere Umgang mit dem eige­nen Geschmack, die Erklär­bar­keit auch tat­säch­lich Neues, Unge­wohn­tes schaf­fen kann, und sei es nur, daß Pfef­fer über Erd­bee­ren gestreut wird. Eine plau­si­ble Erklä­rung gibt es – zumin­dest in Europa– schon: Unsere Tra­di­tion, unsere Geschichte. Etwas, das 500 Jahre Bestand hatte, Volks­gut, kann an sich nicht „schlecht“ oder „geschmack­los“ sein, auch wenn wir in jüngs­ter Zeit ver­su­chen, alles, was sich von alters her bewährt hat, tat­kräf­tig zu miß­ach­ten. In den poli­ti­schen Ent­schei­dungs­gre­mien, die an sich schon ihren ästhe­ti­schen Duk­tus ver­lo­ren haben, wenn sie ihn über­haupt je anwand­ten, wird gerade die­ses Phä­no­men der his­to­ri­schen Igno­ranz z. B. beim Thema Städ­te­pla­nung beson­ders gepflegt.

    Ach so, man ver­gißt, poli­tisch fin­den ja so lächer­li­che Begriffe wie „Ästhe­tik“ gar keine Anwen­dungs­mög­lich­keit mehr. Hier bestim­men der Preis und die Zweck­mä­ßig­keit die Ent­schei­dungs­fin­dung. Und zwar allein und umweg­los. Über die Köpfe aller Ent­schei­dungs­trä­ger hin­weg, völ­lig geschmacks­frei. Das liegt letzt­lich auch daran, daß in den Rats­stu­ben heut­zu­tage kei­ner mehr weiß, wer z. B. Andreas Schlü­ter war oder Karl F. Schin­kel. Das eigent­lich aber­wit­zige daran ist jedoch, daß der Neu­bau des Bun­des­kanz­ler­am­tes um ein viel­fa­ches teu­rer war als der Wie­der­auf­bau der Dresd­ner Frau­en­kir­che jemals sein wird. Das wirk­lich Schöne stellt sich aber in etwa 98 % der Publi­kums­mei­nung deut­lich dar, es geht ein­deu­tig nicht zuguns­ten des Ber­li­ner Macht­tem­pels aus! Neu­lich konn­ten wir in der Zei­tung lesen, daß einem Ehren­bür­ger in einer Stadt einer wei­tere Ehrung zuteil wurde, in dem man ihm bestä­tigte, daß das Gesicht die­ser Stadt in hohem Maße von sei­nem Wir­ken abhing. Wenn man sich das­selbe nun genau anschaue, ist lei­der nicht klar, ob das ein Lob oder ein Tadel ist, zumal aus­ge­rech­net die häß­lichste Fahr­spur in die­ser Stadt künf­tig sei­nen Namen tra­gen soll.

    Bleibt noch die Höf­lich­keit. Man sollte sich ihrer durch­aus beflei­ßi­gen! Aber was machen wir, wenn das Ergeb­nis aller Ehr­er­bie­tung eine Lüge ist? Die kri­ti­sche Stel­lung­nahme ist wie ein Koch­re­zept, sie besteht aus vie­len Zuta­ten. Wenn sie aber nur aus einer Mischung von Höf­lich­keit und Lüge zu glei­chen Tei­len besteht, dann haben wir es mit einem Kom­pli­ment zu tun.

    Auf ein Phä­no­men läßt sich unser so sehr in Anspruch genom­me­ner Begriff aller­dings nicht anwen­den: Auf die Natur! Weder Höf­lich­keit noch Lüge fin­den hier statt, weil beide Defi­ni­tio­nen nicht ange­wandt wer­den kön­nen. Einen geschmack­vol­len Wald oder eine eben­sol­che Land­schaft kann es nicht geben, da die Natur­ge­setze alles beinhal­ten – und viel mehr Denk­ba­res dar­über hin­aus – was ein Mensch sich je vor­stel­len kann. Auch die Selbst­ver­schö­ne­rung an Men­schen, sei es nun durch Diä­ten oder durch Ope­ra­tio­nen ist ein frag­li­ches Unter­fan­gen. Das feh­lende Selbst­wert­ge­fühl wird oft­mals durch Schminke hin­ter einer Maske ver­bor­gen. Wir alle haben sicher schon ein­mal unsere eigene Fas­sade mit Erleich­te­rung abge­streift: Die Her­ren den­ken bitte nur an die Auf­he­bung des Kra­wat­ten­z­wangs durch den Gast­ge­ber auf dem Jubi­lä­ums­ball zu vor­ge­rück­ter Stunde bei 28° C und die Damen nur an den Vor­teil der fla­chen Schuhe nach der besag­ten Veranstaltung.

    Geschmack zu haben, bedeu­tet vor allen Din­gen, die Viel­falt der Natur und des Lebens anzu­er­ken­nen, sie ver­ste­hen zu ler­nen. Wer den natür­li­chen Arten­reich­tum unse­rer Welt begreift, dem fällt auf, wie ein­fäl­tig unsere Vor­gär­ten sind, obwohl es immer zahl­rei­chere Gar­ten­cen­ter auf der grü­nen Wiese gibt, kann an den unzäh­li­gen Fast-Food-Restaurants vor­bei­fah­ren, die nichts als geschmack­lose Arten­ar­mut bie­ten. Wenn man sich dar­über im kla­ren ist, daß man die Natur nicht ver­bes­sern oder ver­schö­nern kann, weder in der Kunst noch in der Gen­tech­nik, dann bleibt uns auch der Vor­wurf der Into­le­ranz erspart!

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